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Europapokal 2006 in Fuegen |
Es war die 26. Schachreise , die ich als Jugend Betreuer ( Jugend EM, Jugend WM ) oder als Delegationsleiter des Europa Pokals mitmachen durfte . Unser schoenes Koenigliche Spiel fuehrte mich von Rio (1997) bis Eriwan (2000) , von Bergen (1979) bis Kapstadt (1981) . Fuegen sollte eine meiner schoensten Schachreisen werden . Ich durfte ein problemloses Team mit aeusserst sympathischen Spielern fuehren , wir waren bei den Entscheidungen auf der Buehne nicht nur als Zuschauer dabei sondern mittendrin und durften gegen einige der besten Teams der Welt spielen .
Dies alles eingebettet in einer wunderschoenen Landschaft und zuhause in einem sehr gemuetlichen Hotel . Der gastgebende Verein organisierte dies alles in einer sehr freundlichen Art und Weise . Ich bin dankbar für diese schoenen acht Tage . Nun aber der Reihe nach .
Unsere Niederlaendischen Freunde Friso und Martijn waren schon Freitag angereist . So klappte die Abfahrt am Samstag zuegig . Freitagabend waren Cemil , Stephan und Pascal schon gen Oesterreich abgefahren und Aleksander kam mit dem Flugzeug von Moskau aus . Wir fuhren mit zwei Wagen von Eynatten aus . Victor vorneweg mit dem besten Beifahrer der Welt Mathias . Ich der Verfahrer- König , diesmal bei unserem Postman als Beifahrer . In Weisweiler hatten wir schon den ersten grossen Stau . Aber wir hatten ja Zeit . So ging es dann aber zuegig gen Sueden . Bald verloren wir Victor aus den Augen . Aber in Oesterreich trafen wir uns an einer Raststaette wieder . Bis vor dem Zielort gab es kein Verfahren . Aber Paule raste dermassen schnell durch einen Kreisverkehr , dass wir die falsche Ausfahrt nahmen und Richtung Achensee fuhren . Noch schlimmer ging es Victor und Mathias . Sie verfuhren sich schon vor dem Kreisverkehr . Dennoch trafen wir fast gleichzeitig am Hotel an . Es machte einen sehr schoenen Eindruck . Auch die Zimmer waren in Ordnung . Aleksander aus Moskau war schon da , unsere Wallonischen Freunde kamen dann kurz vor 24 Uhr . Sie hatten in Hockenheim übernachtet (bei Cemils Tante) . Am Abend marschierten wir noch zum Turnierssaal , den wir auch nach 25 Minuten talwaerts wandernd fanden . Am naechsten Tag fanden wir aber einen kuerzeren Weg . Im Hotel tranken wir noch gemuetlich ein Weissbier . Der 1.Tag war also prima verlaufen . So konnte es weitergehen .
Sonntag
, 9.Oktober 1. Turniertag
Am Morgen
warf ich einen Blick aus meinem Fenster und sah nun meine geliebten
Berge schon im Sonnenschein
.

Nachdem
wir gemuetlich gefruehstueckt hatten gingen wir zur Versammlung der
Kapitaene . Wir , die schon Europapokalerfahrenen
hoerten dort nichts Neues . So konnte sich Mathias ganz dem grossen
Buffet widmen . Fragt mich nicht wie viel Schnittchen er mit Lachs und
Kaviar gegessen hat . Die Auslosung brachte
uns den ersten Gegner : Cardiff . Ein machbarer , sehr sympathischer
Gegner den wir schon aus dem Europa Pokal 2005 in Italien kannten . Es
konnte also los gehen . Vor dem Spiel machten wir
noch ein Team Foto (siehe unten) Alle waren
puenktlich und im Trikot . Ein Zeichen dass der Team Geist
stimmte . Zu Fuss gingen wir zum Spiellokal . Wir spielten unten im
Saal . Sollten wir es auch diesmal
schaffen zu den 12 besten Teams auf der Buehne vorzudringen ??

IM Martijn FM Stephan IM Mathias GM Friso
Wir
spielten dreimal während des Turniers im Trikot
. Ausser uns taten dies
nur fuenf der insgesamt 64 Teams . Der Fuehrung des Europaeischen
Schachverbandes gefiel das Tragen von Trikots so gut dass sie bei dem
Europa Pokal 2007 dies allen Vereinen nahe legen moechten .
Am Sonntag war dann der erste Spieltag . Zu Fuss stiegen wir von unserem Hotel zum Spielsaal , der Fuegener Festhalle herab . Nach einigen Reden wurden dann die Bretter freigegeben . Wir sassen unterhalb der Buehne auf der die 12 besten Teams spielten . Bei einem Sieg wuerden wir wohl am naechsten Tag dort spielen koennen . Die Aussichten standen gut , waren wir doch gegen Cardiff sehr favorisiert. Cardiff ist eine sehr sympathische Mannschaft gegen die wir auch bei frueheren Europa Pokal Spielen schon angetreten waren . Mit dabei ist immer ein sehr freundlicher rund achtzigjaehriger Herr , ein richtiger Britischer Gentleman . Wir ueberreichten uns gegenseitig unsere Wimpel zu Beginn . Es sind leider nur ganz wenige Teams , die das noch machen . Schade es ist eine doch freundschaftliche Geste mit Erinnerungswert . Vorne an unsern Brettern sassen unsere Schachfreunde Robert Ruck aus Ungarn und Friso Nijboer aus Amsterdam , beides sehr bescheidene , sympathische Grossmeister , die schon viele Jahre fuer uns spielen .

Robert 2523 Elo Friso 2615 Elo
Die Begegnung konnten wir dann auch klar mit 5:1 gewinnen . Siege gab es für Friso an Brett 2 , Aleksander an Brett 3 , Cemil an Brett 5 und Stephan an Brett 6 . Robert (Brett1) und Martijn (Brett 4) steuerten ein Unentschieden bei . Abends im Hotel Elisabeth feierten wir ein wenig unsern ersten Sieg . Am naechsten Tag wartete Elara Cheboskarry auf uns . Das als Nummer zwei gesetzte Team trat mit 6 Grossmeistern an , unter anderem mit den Weltklassespielern Boris Gelfland (2733 Elo ) , Alexander Khalifmann (2622) . Wir durften auf der Buehne der Besten spielen und leisteten schoenen Widerstand , es gab „nur“ eine 1,5:4,5 Niederlage . Wir schafften sogar drei Unentschieden , Robert sogar gegen besagtem Boris Gelfland und Friso gegen 2700 Elo Spieler Navarra . Das dritte Unentschieden steuerte Cemil gegen einen 2500 Elo Spieler bei . Wir waren trotz der Niederlage nicht traurig und genossen dabei das Essen am Abend in guter Laune (Foto) . Mathias , der in der ersten Runde den Mannschaftsleiter gemacht hatte unterhielt uns wie immer ohne Punkt und Komma . Mathias war uebrigens der einzige der den steilen fuenfzehnminuetigen Anstieg von der Festhalle zum Hotel schaffte , ohne dabei seine Erzaehlungen eine Sekunde abbrechen lassen zu muessen .
Ich begann mit meinem Freund Erich von Rochade Eupen , den ich schon seit unserer Kindheit kenne einen internen „Schach Wettbewerb“ Wir spielten jeden Abend 6 Partien . Der erste Abend ging mit 4:2 an Erich . Grossmeister Friso schaute ab und zu auf unser Brett und konnte sich das Laecheln nicht verkneifen . Was mag er wohl gedacht haben .
Am Morgen
fruehstueckte ich immer gegen 8.30 . Da war ich fast alleine im
Speiseraum . Lediglich Familie
Delhaes von Rochade Eupen war immer schon da. Von uns erschien meistens
Mathias als
erster. Ich ging dann nach dem Fruehstueck zum benachbarten Hotel unsere
Mannschaftsaufstellung abgeben
. Um 10 Uhr kehrte ich noch mal dahin ein , da konnte man die
Aufstellung unseres naechsten Gegners sehen . Ich brachte sie dann in
unser Hotel und Mathias oder Martijn benachrichtigte dann unsere
Spieler damit sie sich auf ihren Gegenspieler vorbereiten konnten . Nun
gegen 10 Uhr hatte ich dann
Zeit etwas spazieren zu gehen und das wunderschoene Zillertal zu
bewundern .

Zu Mittag
assen wir nur eine Kleinigkeit . Die Spieler hatten ausgiebig gefruehstueckt
und assen auch nur wenig
, denn ein zu voller Magen ist fuer das Schachspielen nicht vorteilhaft
. Am Dienstag
trafen wir auf die Oesterreichische Mannschaft von
Hohenems . Wir waren Favorit , taten uns
aber doch sehr schwer , ehe der 4:2 Sieg feststand . Es gab 2 Siege
durch Alexander Golashapow und
Cemil Gulbas und vier Unentschieden durch Froso Nijboer , Mathias Roeder
, Robert Ruck und Stephan
Hautot . Durch diesen Sieg kamen wir wieder ins vordere Mittelfeld . Am
Mittwoch dann kam
ein etwas schwierigerer Gegner auf uns zu : Reykjavik
. Auch hier konnten wir erneut 4:2 siegen
und naeherten uns langsam der Spitzengruppe . Wieder gab es zwei Siege
(Mathias Roeder und Cemil
Gulbas)
und 4 Unentschieden ( Robert Ruck, Friso Nijboer , Aleksander
Golshapow und Stephan Hautot) . Mit 3 Siegen in 4 Begegnungen hatten wir den besten Start
unserer bisherigen
Fuenfjaehrigen Europa Pokalgeschichte geschafft .

Aleksander (linkes Foto) und Mathias
(rechtes Foto vorne) holten beide in der
3.
und 4.Runde 1,5/2 Punkte
und halfen mit , dicht hinter die
Spitzengruppe vorzudringen .
Am Abend
sassen wir noch gemuetlich beisammen , tranken unsere Bierchen . Einige
sogar Erdinger Weissbier
als Vorbereitung auf das Weissrussische Team . Begleiter Pascal brachte
sogar der Junior Chefin das Schachspielen bei . Zur Freude von Robert
war die huebsche Bedienung eine
Ungarin , eine Landsfrau unseres Roberts . So wurde Robert besonders
liebevoll betreut und konnte immer etwas ungarisch plaudern .
Leider verstanden wir nicht was beide
so plauderten . In
der 5. Runde wartete also das starke
weissrussische Team von Minsk auf uns . Diesmal
waren wir Aussenseiter . Durch einen Sieg wuerden wir in die
Spitzengruppe der
10 besten Teams auf der Buehne vorstossen koennen .
Am Morgen
des 5.Spieltages (Donnerstag)
unternahm ich eine Wanderung zur Bergkapelle . Hinauf
ging es sehr steil , entlang eines Kreuzweges . Vor rund 30 Jahren fuhr
ich jahrelang in die Sued-Tiroler Bergwelt . Wie eine Gemse , wie
(Aleksander heute) "lief" ich die Berge hinauf . Heute
kann von laufen bei mir keine Rede mehr sein , bei einigen Jahren
und einigen Kilos mehr . Der Anstieg wurde fuer mich zum wahren
Kreuzweg . Doch die schoene Kapelle als Ziel und die Aussicht von dort
oben liess mich durchhalten . Vorbei
ging es an Almen mit Kuh- und Schafherden und dann erreichte ich doch die
kleine Kirche und sank erschoepft auf eine der Baenke um dann auch etwas
zu beten , zu
danken für den schoenen Europa Pokal in einer tollen Landschaft und wenn
Gott ein wenig Zeit hat uns
am Nachmittag ein wenig beim Spiel gegen Minsk zu helfen .

Ausssicht
von der Kapelle
Am
Nachmittag stand dann ein Berg
namens Minsk vor uns . An vier Brettern waren die Spieler
aus Weissrussland uns ueberlegen , so dann auch der Favorit . Durch eine
schoene kaempferische Gesamtleistung
schafften Robert , Friso ,
Aleksander drei Unentschieden und Cemil sogar einen Sieg .

Ohne Brettniederlage zum 4:2 Sieg
Nun
hatten wir es geschafft die letzten beiden Runden auf der Buehne der
besten 12 Teams zu spielen . Dort
wuerden wir mit 8-2 Punkten , bei nur 2 Niederlagen in 30 Partien und auf einem geteilten 3.Platz
( 7. mit Feinwertung) am naechsten
Tag Platz nehmen . Gegner wuerde Tomsk sein , der Titelverteidiger
mit sechs Grossmeistern .
Letztes Jahr hatten wir 2:4 verloren . Das Ergebnis nochmals zu erreichen
wuerde schwer sein . Aber inmitten der wohlbesten
Vereinsmannschaften Europas
- der Welt zu spielen wuerde schon ein Hoehepunkt unserer Schachgeschichte
sein .

Mit einer Partie Poker feierten einige unsere Spieler am Abend den Einzug auf die Buehne der besten Teams .
Mit 4 Siegen in 5 Begegnungen waren wir jetzt schon im positiven Bereich . Noch einen Sieg zu erreichen wuerde wohl schwer sein . Denn selbst bei einer Niederlage gegen Tomsk wuerde in der letzten Runde wieder ein Spitzen Team auf uns warten .
Nun waren wir also nach 4 Siegen in 5 Begegnungen auf der Buehne der Festhalle angelangt . Da dort
wo die 12 besten Teams Europas spielten . Ein Spieler unseres Vereines , der für eine russische Mannschaft spielte empfing mich scherzend auf der Buehne mit den Worten „Werner was Ihr machen hier ?“ Etwas übermuetig antwortete ich : „Die Spitzenteams aergern !“ .

TOMSK gegen
EYNATTEN !!!!!
Tomsk erschien mit dem
Weltklassespieler Morosowitch (2741
Elo) am ersten Brett der einen sehr ruhigen und sympathischen Eindruck
machte . Robert sollte die Freude haben gegen ihn zu spielen . Hinter
dem Tomsker Spitzenbrett folgten fuenf weitere Grossmeister . Noch am
letzten Brett 2545 Elo . Durchschnitt des
Teams rund 2.650 Elo (!!!) , unser Team
(rund 2.400 Elo) . An
diesem Freitagnachmittag hatten wir gegen dieses vielleicht weltbeste Team
fast keine Chance . Fast , denn ausgerechnet
Robert Ruck am 1.Brett hatte gegen den 2.700 Elo starken Spieler
aus Tomsk die bessere Stellung , lehnte sogar ein Unentschieden Angebot ab
. Aber die russischen Spieler sind schon harte Kerle , der Tomsker
Spitzenspieler konnte die Partie noch wenden , so war unsere einzige
Punktemoeglichkeit dahin . Denn
Friso , Aleksander , Mathias , Cemil und Stephan kaempften zwar
vorbildlich ; aber die Spieler aus der Schachnation
Nummer 1 haben in der entscheidenden Phase immer noch etwas entgegen
Zusetzen . So verloren wir 0:6 und waren ob der hohen
Niederlage doch etwas niedergeshlagen . Ich
gratulierte meinem „Tomsker Kollegen„ und der meinte : “ Sorry , but
we need every point „ .
Dies sagte er in einer sehr bescheidenen
und sympathischen Art und Weise .

Robert Ruck und Weltklassespieler
Morosowitsch
Trotz dieser Niederlage „verteidigten„ wir den Platz auf der Buehne . Unser naechster Gegner Seransk aus dem fernen Sibirien war vom fast gleichem Kaliber . Mit Weltklassespieler Vasily Yvanchuk am ersten Brett (2741 Elo) und einem Elo Durchschnitt von erneut rund 2.650 Elo Punkten . Schon der 4 Gegner aus Russland . 12 Grossmeister in 2 Tagen als Gegner . Das hat es in unserer Vereinsgeschichte noch nicht gegeben . Mann oh Mann ! Hart aber dennoch wunderschoen , das werden wir nie vergessen . Vasily ist auch unser Vereinsmitglied und hat schon fuer uns gespielt .
Zur letzten
Runde am Samstag hatten wir
trotz der Niederlage gegen Titelverteidiger Tomsk , den Platz auf der Buehne unter den beste Teams „verteidigt“ . Auf uns ,
dem Team aus dem Osten Belgiens wartete
Seransk aus dem vergleichlich viel
kaelteren Sibirien . Wiederum sassen uns 6 Grossmeister gegenueber
. An Brett 1sass Vasily Yvanchuk , der auch Mitglied unseres Vereines ist
und der bisher einmal
fuer den KSK 47 Eynatten gespielt hat . Bisher hatten Martijn und Mathias
wenn sie nicht spielten
den Mannschaftsfuehrer gemacht . Nun Martijn war schon am Morgen
abgereist, da er fuer seinen
Bundesliga Verein am gleichen Tag spielen musste und Mathias spielte . So
war ich nun der Team
Chef , was mich sehr erfreute . Der Team Chef darf bei seiner Mannschaft
bleiben , kann auch
zwischen den Reihen gehen und alle Bretter prima einsehen . Ich genoss ,
das sehr . Neben der
Buehne war ein kleiner Aufenthaltsraum , zu dem
die Spieler laufend waehrend ihrer Partien kamen . Fuer mich war
das einer der Hoehepunkte meines „Schachlebens“ . Da kamen sie alle
vorbei , unter ihnen eine
Reihe von Weltklassespieler die ich so aus naechster Naehe betrachten
konnte . Die meisten gingen auf
und ab , manche redeten sogar still mit sich selbst über die Partie . Am
aufgeregtesten war Petar Swidler
, der auch schon mal fuer uns gespielt hat . Er lief dauernd raus und rein
. Ich aber auch um meine „Jungens“
aus naechster Naehe zu betrachten . Was ich sah liess ein wenig Optimismus
aufkommen . Sollten
wir eine Ueberraschung schaffen ? Unsere Sechs standen gar nicht mal so
schlecht . In mir keimte die
Hoffnung auf ein 3:3 auf . An Brett 1 lieferten sich V.Yvanchuk und unser
Robert eine verrueckte Partie , in der Vasily jede Figur nahm die er
bekommen konnte ohne Ruecksicht auf seine Verteidigung . Bald
erreichte Mathias Roeder ein Unentschieden gegen Seransker Grossmeister
Volkov .(2615) . Eine feine
Leistung .

Vasily
und Robert
Mathias und
GM Volkov
Nach rund 4
Stunden Spielzeit aber setzte sich dann doch die Klasse des zur Weltspitze
zaehlenden Teams
aus dem fernen Sibirien durch . Alle Partien kippten zugunsten der
Russischen Mannschaft und
wir verloren doch noch hoch mit 0,5:5,5 Punkten . Auch Robert hatte sich
dem unorthodoxen Spiel des
sympathischen Weltklassemannes Vasily beugen muessen . Unser Robert war
aber darueber nicht einmal
so traurig , denn unsere beiden „Vereinskollegen“ hatten sich eine
tolle Partie geliefert . Wir
waren schon traurig rutschten wir doch durch die beiden Niederlagen vom
Siebten Platz auf den 24
. Immerhin blieben wir in der 1.Haelfte der Tabelle und wiesen immerhin
mit 8:6 Punkten noch ein
positives Punkteverhaeltnis auf . Haetten wir die letzten Runden gegen
Mannschaften der unteren Tabellenhaelfte
gespielt waere wohl eine bessere Plazierung herausgekommen . Aber vorne in
der Europa-Weltspitze
mitzuspielen war dennoch im Endeffekt viel schoener und wird als Hoehepunkt
unserer Vereinsgeschichte
sicherlich haften bleiben . Schaut man auf die Buchholzwertung sieht man welch
ein schwieriges Spielprogramm wir hatten . Es war das schwierigste aller
nicht russischer Teams .
Wir spielten
in fuenf von 7 Partien gegen die in der Endtabelle als
1–5-6-10-12 klassierten Teams . Mit
diesem Gefuehl ein grosses Turnier unter den weltbesten Teams gespielt zu
haben gingen wir auch zur
Abschlussfeier . Diese verlief sehr zuegig und in einer sehr schoenen
lockeren Atmosphaere . Wie
immer ergriff Vasily Yvanchuk das
Mikrophon um sich beim Veranstalter in seiner etwas unbeholfenen aber
gerade deshalb sympathischen Art zu
aeussern . Ungewollt und nicht boese gemeint
sorgte er dabei fuer
riesige Erheiterung als er sagte .“ Ich moechte
mich herzlich bei den Oesterreichern , diesen Schachamateuren fuer
diese schoene Europa Meisterschaft bedanken !“
Sieger bei den Herren wurden „unsere lieben“ Tomsker , wie auch im
letzten Jahr und auch dank den
Punkten die wir ihnen „grosszuegig“ ueberlassen haben , auch wie im
letzten Jahr .
Zu unserer grossen Freude erhielt Cemil an diesem Abend die Bescheinigung
fuer seine erste IM
Norm (Int.Meister Norm) dank seiner prima Ergebnisse in Fügen
4/7 .

Vasily bei seiner Ansprache
Sieger Tomsk

Cemil mit der
IM Norm Urkunde
So ging ein
sehr schoener Europa Pokal zuende . Schachliches Highlight war unser
erster Sieg ueber "Minsk" (weiss) russisches Team und die
Begegnungen mit Tomsk , Chebuskarry und Seransk . Sympathische
Gegenspieler waren auch die Spieler aus Cardiff (Wales)
.
Mir hat er
prima gefallen : ein familiaeres Hotel in „meiner “Bergwelt , ein
sympathischer Gastgeber mit einer freundlichen Organisation . Und vor
allem ein problemloses Team mit 7 sympathischen, bescheidenen Spielern die
vorne im „Wohnzimmer „ der besten Teams der Welt mit gespielt haben
und nicht vergessen moechte ich meine
Freunde Victor und Paul als nimmermuede Begleiter .
DANKE
FÜGEN !!!!
